James liest: A Game of Thrones – Das offizielle Kochbuch

von Matthias Jamnig 10.01.2018

Erst vor Kurzem enthüllte HBO, dass Fans sich noch bis 2019 gedulden müssen, bis die TV-Legende Game of Thrones ihre finale Staffel erlebt. Das bedeutet langes Warten auf die letzten Folgen der Kultserie. Um diese Zeit zu überbrücken, bleiben zum einen die bereits ausgestrahlten Staffeln und zum anderen Bücher wie A Game of Thrones – Das offizielle Kochbuch. Dieses entführt euch nämlich kulinarisch in die Welt von Westeros.

Game of Thrones

Aber wie schmecken denn nun eigentlich die saftigen Braten aus Winterfell, die deftigen Suppen der Nachtwache und die exquisiten Süßspeisen aus King’s Landing? Die Autorinnen Chelsea Monroe-Cassel und Sariann Lehrer haben das Abenteuer auf sich genommen, mehr als 100 dieser Gerichte schmackhaftes Leben einzuhauchen. Als Grundlage dienten ihnen großteils Rezepte aus mittelalterlichen Kochbüchern. Doch auch zeitgenössische Eigenkreationen sind in diesem Kochbuch zu finden. Mit diesen Rezepten könnt ihr schlemmen wie ein Baratheon, Targaryen, Lannister oder Stark.

Optisch & haptisch ansprechend

Für mich ist bei Büchern der erste Eindruck immer sehr wichtig. Wie greift sich das Papier an? Wie beschaffen ist der Einband? Macht das Buch einen wertigen Eindruck? Sind die Illustrationen beziehungsweise die Bebilderungen stimmig und anspruchsvoll? Im Falle des Game of Thrones-Kochbuches muss ich festhalten, dass es alle nötigen Qualitäten mitbringt, um diese Ansprüche zu erfüllen.

Sowohl Einband als auch Verarbeitung machen einen sehr wertigen Eindruck. Die äußere optische Aufmachung entspricht mit dem schwarzen Einband, den glänzenden Ornamenten und der goldfarbenen Schrift stilistisch der TV-Vorlage und überzeugt durch schlichtes aber stimmiges Design. Hohe Anspruche werden auch beim ersten Durchblättern erfüllt. Die Bebilderung schließt nahtlos an die äußere Gestaltung an und bleibt der mittelalterlichen Grafik-Linie treu. Unterteilt sind die Rezepte nach geografischen Regionen – so finden sich etwa Die MAuer, Der Norden, Der Süden oder King’s Landing als Kapitelbezeichnungen. Dem voran geht ein von George R.R. Martin persönlich verfasstes Vorwort, dessen Lektüre sehr empfehlenswert ist. Und auch ein kurzer Abschnitt zum Thema Grundwissen und über die relevanten Gepflogenheiten in Westeros runden das literarisch-kulinarische Angebot ab.

Inhaltlich überzeugend

Schon nach wenigen Seiten wir klar, dass es sich bei A Game of Thrones – Das offizielle Kochbuch nicht bloß um einen Fanartikel handelt. Vor mir liegt ein hervorragendes Themenkochbuch, in das die Autorinnen viel Arbeit und auch das nötige Herzblut gesteckt haben. Die Aufbereitung der Rezepte ist – zum Teil in zweifacher Ausführung: klassisch und modern – grandios. Neben der eingangs beschriebenen geografischen Unterteilung sind die Rezepte jeweils chronologisch sortiert. Die Mahlzeiten beginnen entsprechend mit dem Frühstück und setzen sich dann über den Tagesverlauf fort. Hie und da muss man zwar zwischen Bebilderung und Rezept hin- und herblättern, aber ansonsten fällt es schwer, beanstandungswerte Schwächen zu finden. Ähnlich wie schon Kochen wie die Halblinge kann auch das Game of Thrones-Kochbuch auf ganzer Linie überzeugen.

So umfasst der Inhalt nicht nur unzählige Rezepte, die vor allem deftige Geschmäcker befriedigen dürften, sondern gegen Ende des Buches auch Tipps für das Eindecken des Tisches und eine Auflistung von Menüarrangements. Diese fassen zuvor präsentierte Speisen in stimmige Abfolgen zusammen.

Mein Fazit zu A Game of Thrones - Das offizielle Kochbuch

Die Game of Thrones-Rezeptsammlung ist natürlich vorrangig ein großartiges Geschenk an Fans der Serie. Aber auch für RollenspielerInnen oder als Leitfaden für einen kulinarischen Mittelalterabend eignet sich der Band bestens. Es finden sich darin Rezepte für jede Lebenslage – sei es am DSA-Spieltisch, bei einem stimmungsvoller Ruinen-Camping-Ausflug oder einfach an einem mittelalterlichen Themenabend. Im Grunde werden aber auch jene mit diesem Buch glücklich werden, die einfach etwas anderes ausprobieren wollen – ein GoT-Vorwissen ist eigentlich nicht von Nöten. Also besorgt euch schnell die Zutaten und macht euch an die Zubereitung – denn der Winter naht!

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