HP Elitebook x360-Test: Business 2.0

von Stefan Hohenwarter 24.04.2017

Nachdem mich auf der gamescom 2016 bereits testweise ein Ultrabook von HP begleitet hat, darf ich nun das brandneue HP Elitebook x360 auf Herz und Nieren testen. Was ich davon halte, erfahrt ihr in meinem HP Elitebook x360 Test.

Erster Eindruck

Das Elitebook x360 macht auf den ersten Blick einen überaus wertigen und stylishen Eindruck. Ein glänzendes Display, eine verbaute Premiumtastatur mit gutem Druckpunkt, eine 360°-Kippfunktion und eine gummierte Antirutschleiste sowie Lautsprecherboxen auf der Unterseite des HP EliteBook x360 stechen mir noch vor dem Einschalten ins Auge. Damit ihr auch gleich einmal einen ersten Eindruck vom Ultrabook gewinnen könnt, hier ein kurzer Trailer:

Des Notebooks neues Logo

Bevor man den Business-Laptop aufklappt, fällt einem sofort das stilisierte HP-Logo, das sich vom klassischen unterscheidet, auf. Was im ersten Augenblick nach einem neuen Logo aussieht, ist nichts anderes als ein Symbol, das nur die Premium-Modelle des Herstellers (wie zum Beispiel auch der HP Spectre x360) erhalten.

Schmal und leicht

Das Elitebook x360 verdient mit einer Stärke von weniger als 1,5 cm und 1,3 kg auf alle Fälle den Titel Ultrabook. Interessant finde ich an dieser Stelle auch, dass HP sich offenbar vom Trend zum dünnsten Notebook wieder verabschiedet – man denke an das Spectre 13, das mit einer Stärke von 10,4 mm bis vor der IFA 2016 das dünnste Ultrabook der Welt war – und lieber etwas mehr Leistung und Komfort in das Elitebook-Convertible packt, anstatt weiter den Kampf um Millimeter zu führen. Detail am Rand: Das aktuell schmalste Notebook (< zehn mm) wurde von Acer mit dem Swift 7 auf der IFA 2016 enthüllt.

Ich finde diese Entscheidung sehr gut, weil ich als Kunde davon auch mehr habe. Statt wie beim Folio G1 muss ich nun nicht ständig einen USB Type-C-Dongel mithaben, damit ich einen handelsüblichen USB-Stick an mein Businessgerät anschließen kann. Und Hand aufs Herz: Ob ein Gerät jetzt zehn, zwölf oder 15 mm Stärke bzw. 1,1 oder 1,3 kg hat, ist den meisten NutzerInnen wohl egal, wenn man dafür mehr Komfort, Leistung oder Features erhält.

x360 = 360°

Wie ihr im zuvor gezeigten Trailer sehen konntet, lässt sich das HP Elitebook x360 in verschiedenen Modi verwenden. Egal, ob als Tablet, als Präsentationsgerät oder als klassisches Notebook – alles funktioniert richtig gut. Mitgedacht hat man auch beim Ausschaltknopf, der an der Seite angebracht ist. Das wirkt anfänglich doch etwas ungewöhnlich, ist aber sinnvoll, wenn man an die Transformationsmöglichkeiten des Geräts denkt. Man stelle sich kurz vor, was passieren würde, würde man versehentlich im Tabletmodus den Ausschaltknopf betätigen.

Kleiner Schönheitsfehler

Die Tasten schließen bündig mit dem Gehäuse des Notebooks ab. Das funktioniert zwar, wenn man das Gerät als Tablet an einem Tisch nutzt, doch wenn man beispielsweise am Sofa mit angewinkelten Beinen sitzt, stören die Tasten ein wenig.

Im Gegensatz dazu hat sich Lenovo mit dem Yoga Book dazu entschlossen, einen anderen Weg zu gehen und auf die bekannte Haptik der Tasten zu verzichten.

Sicherheit wird großgeschrieben

Wohl alle kennen die Stilaugen, wenn man im Zug, im Bus oder im Flugzeug an Präsentationen oder Auswertungen arbeitet. Sensible Dinge macht man dann doch lieber in den eigenen vier Wänden oder im Büro. Mit dem optionalen, kaufbaren Feature HP SureView schafft das Elitebook x360 hier Abhilfe, denn mit nur einem Tastendruck sehen Leute, die nicht unmittelbar vor dem Gerät sitzen, nichts mehr auf dem Display. Möglich gemacht wird dies durch eine Blickschutzfolientechnologie von 3M.

Abseits vom Sichtschutz gibt es mit IR-Kamera, Smart-Card-Lesegerät und Fingerabdrucksensor eine Multi-Faktor-Authentifizierung, die die Daten am Gerät im Fall eines Diebstahls schützt.

Die Performance

Doch nun genug von den Äußerlichkeiten, denn die inneren Werte sind mindestens genauso wichtig, wenn nicht sogar noch wichtiger. Um einen repräsentativen Leistungstest zu machen, habe ich mir PCMark8 installiert und das Benchmark-Programm Work Cenventional 2.0 gewählt, da es für die Zielgruppe des Geräts am besten passt.

Das HP Elitebook x360 (mit Intel-i5-Prozessor) kommt auf ein sehr starkes Ergebnis von 3005 Punkten. Im Vergleich zu anderen Geräten hat das Convertible 65 Prozent hinter sich gelassen. Einzig Gaming-PCs, die auf VR oder 4K ausgelegt sind, haben einen besseren Wert erhalten.

HP Elitebook x360 Test

HP Elitebook x360 Test-Fazit

Nach einem rund zehntägigen HP Elitebook x360 Test steht für mich fest: Kein Event, keine gamescom und keine Geschäftsreise wird mehr ohne meinen neuen treuen Begleiter stattfinden. Wer mich kennt, weiß, dass ich immer noch etwas rumjammere – auch wenn ich überzeugt bin. Das Metallgehäuse mit Diamantschliffoptik wirkt zwar überaus wertig und stylish, doch finde ich die höhere Temperaturempfindlichkeit (kalt und warm) nicht ganz optimal. Dazu kommen die Tasten, die auf der Couch im Tabletmodus etwas stören. Doch bis auf diese kleinen Mankos überzeugt mich das Elitebook x360 in puncto Design, Ingenieurskunst und Performance auf ganzer Linie. Mit tollen Zusatzfeatures wie einer grandiosen Akkulaufzeit von über 16 Stunden, der 50-Prozent-Schnelllade-Funktion (innerhalb von 30 Minuten), dem Premium-Sound dank Bang-&-Olufsen-Speakern sowie dem Multi-Touch-Display lässt das Convertible keine Wünsche offen. Das Gerät ist zwar nicht günstig, doch ist hier jeder Euro sehr gut investiert.

Wertung: 9.1 Pixel

für HP Elitebook x360-Test: Business 2.0
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Fabian
Gast
Fabian

Schick, leicht, kühl und performant mit guter Laufzeit. Dazu noch Business Features samt Touch- und Stifteingabe. Das Teil ist sowas von gekauft! Du weißt nicht zufällig, wann die UHD-Variante erhältlich sein wird? Würde gerne schon vorbestellen *lach* mein Surface Pro 3 macht nämlich schon schlapp.

romithuss
Gast
romithuss

Sehr schöner Test!

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