eufy RoboVac G30 Edge Test: Smarter Saugroboter-Allrounder

von Mandi 12.07.2020

Vorhang auf für den eufy RoboVac G30 Edge: So ein Saugroboter ist was Feines! Wie sich der smarte Sauger im Alltag schlägt, lest ihr im Review.

Über den RoboVac G30 Edge

Das Argument für einen Staubsaugerroboter ist schnell gemacht: Nicht alle haben Freude am regelmäßigen Staubsaugen. So ein Saugroboter lässt sich prima dafür einteilen, sein Werk täglich zu tun. Das muss aber nicht sein, dank zugehöriger Companion-App könnt ihr manuell den Befehl geben, eine Reinigung durchzuführen. Dazu müsst ihr nicht mal zu Hause sein, dank Internet ist das problemlos möglich! Hier geht es ganz klar um Komfort: Jeder Handgriff, den ihr nicht selber tun müsst, ist ein Gewinn. Klar, dass da das Staubsaugen bei größeren Flächen ebenso optimierbar ist.

Der eufy RoboVac G30 Edge ist rasch in Betrieb genommen. Er hat ein kleines Ladebord, auf das er selbstständig auffahren kann, das stets am Strom hängen sollte. Nachdem ihr mittels EufyHome-App euren Saugroboter mit dem heimischen WLAN verbunden habt (5 GHz-Netzwerke werden nicht unterstützt!), könnt ihr euch schon Gedanken über die Einstellungen machen. Im Test wurde der eufy-Roboter täglich zur Arbeit gebeten, und natürlich habe ich ihm ständig über die sprichwörtliche Schulter geschaut. Bevor wir aber zur Praxis kommen, muss noch über die App gesprochen werden.

Über die EufyHome-App

Das Unternehmen eufy ist ein Tochterunternehmen der Firma Anker, die für ihr tolles Zubehör bekannt ist. Dementsprechend hoch sind dann auch die Anforderungen an eufy-Geräte, und smarte Werkzeuge stehen und fallen mit der Softwareunterstützung. Die EufyHome-App ist ein Musterbeispiel an Einfachheit und Simplizität, es ist kinderleicht, den Anweisungen zu folgen und eure Geräte zu vernetzen. Einmal das WLAN konfiguriert, könnt ihr euch mühelos durch die Smart Devices tippen und diverse Einstellungen vornehmen. Hier sei aber gesagt, dass eigentlich alles beim RoboVac G30 Edge eine „set it and forget it“-Einstellung ist.

Ihr könnt die Saugstärke (und somit seine Lautstärke) in drei Stufen, nämlich Standard, Turbo und Maximal einstellen. Aktiviert ihr BoostIQ, passt sich der Roboter dem jeweiligen Untergrund an. Die Standardlautstärke ist überraschend leise, das Geräusch ist angenehm und hat wenig mit einem herkömmlichen Sauger gemein. Nicht einmal Katzen türmen vor dem eufy-Sauger! Ihr könnt weiters einstellen, an welchen Wochentagen wann gesaugt werden soll (jeder Tag kann mit einer anderen Uhrzeit geplant werden). Ob täglich, 3x pro Woche oder gar auf Zuruf, ihr könnt hier einstellen, was ihr nur möchtet.

Simpel und doch mit Einstellungsvielfalt 

Damit auch alle Haushaltsmitglieder Zugriff auf den eufy RoboVac G30 Edge haben, könnt ihr diesen teilen. Per EufyHome-App könnt ihr euren smarten Roboter direkt zur Aufladestation zurückschicken, die Saugstärke verändern, eine spiralförmige Intensiv-Fleckenreinigung ordern und den Reinigungsverlauf begutachten. Gewisse Hinweise werden auf Wunsch über Lautsprecher ausgegeben, hier könnt ihr zwischen Chinesisch, Englisch, Deutsch und Indisch wählen. Im Test wählte ich allerdings den Stumm-Modus, ich habe dem Gerät vollkommen vertraut. Bleibt der Sauger mal wo richtig stecken, schickt er eine Push-Nachricht auf euer Smartphone und ruft um Hilfe.

In der App könnt ihr auch die Auto-Return-Reinigung wählen. Wenn der Akkuladestand zu niedrig ist, um die Reinigung fortzusetzen, kehrt der eufy RoboVac G30 Edge automatisch zur Ladestation zurück. Sobald der Akku dann zu 80 % aufgeladen ist, wird die Reinigung in dem Bereich fortgesetzt, in dem sie unterbrochen wurde. Weiters dürft ihr Firmware-Updates durchführen, einen Klang abspielen (falls ihr den Robbi nicht finden solltet) und last but not least den Saugroboter manuell steuern. Somit braucht ihr kein ferngesteuertes Auto mehr, hier habt ihr alles in einem!

Der Praxistest

Wenn ihr den eufy RoboVac G30 Edge so einstellt, dass er nur dann saugt, während ihr selbst gar nicht zu Hause seid, fällt euch nichts auf, außer, dass es sauber ist. Das ist an sich super, und in diesem Fall könnt ihr auch stets den Maximalmodus verwenden, da die Lautstärke egal ist. Im Test ist der Standardmodus sehr positiv aufgefallen, da einerseits gründlich gereinigt wurde und andererseits Fernsehen, Gespräche oder Telefonate neben dem Sauger ohne Probleme möglich waren. Habt ihr das Gerät nicht stummgeschalten, sagt der Roboter an, wann er die Reinigung beginnt, er Probleme hat oder sich wieder auflädt. Mir persönlich hat der Stumm-Modus wirklich gut gefallen.

eufy empfiehlt, den Staubbehälter des Saugroboters nach jeder Reinigung zu entleeren. Allerdings ist dieser mit 600 ml relativ groß, und wenn ihr eine tägliche Saugroutine durchführt, kommt natürlich im Schnitt nur wenig Staub zusammen. Mit Haustieren verändert sich das klarerweise – wenn ihr aber nur alle paar Tage mal in den Behälter schaut, ist das in Ordnung! Der Staubfang ist leicht zu entnehmen, zu öffnen, und zu entleeren – nur schade, dass ihr dabei regelmäßig in den Staub greift, da wäre das Design zu überdenken. Es gibt übrigens einen zweiten Filter, den ihr abwechselnd verwenden könnt. Da ihr nämlich die Filter regelmäßig abspülen und lufttrocknen solltet, macht das durchaus Sinn. Ein Ersatzbesen ist ebenso mit an Bord, somit seid ihr für die erste Zeit gut gerüstet!

Was noch zu sagen ist

Die Station des RoboVac G30 Edge sollte ziemlich frei stehen (1 Meter neben und vor der Laderampe), da der Roboter sich viel Platz beim „Einparken“ genehmigt. Eine Akkuladung des Geräts reicht für etwa eineinhalb Stunden mit BoostIQ, und wenn der Roboter nicht fertig wird, lädt er einfach dank Auto-Return-Reinigung wieder auf und setzt die Reinigung dann selbständig fort. Grundsätzlich gibt es an dem smarten Saugroboter absolut nichts auszusetzen, es kann dann und wann mal vorkommen, dass er bei Teppichen oder anderen Hindernissen hängen bleibt. Wenn ihr euren Wohnraum aber eurem Saugroboter ein bisschen anpasst, funktioniert alles wunderbar!

Zwischen dem G30 und dem G30 Edge gibt es übrigens einen einzigen Unterschied, und zwar, dass die Edge-Variante mit Abgrenzungsstreifen arbeiten kann. Habt ihr also Bereiche, die vom Roboter nicht gereinigt werden dürfen, könnt ihr die Abgrenzungsstreifen anbringen und das RoboVac G30 Edge hält sich dran. Zwei Meter dieses Streifens werden mitgeliefert, den könnt ihr zerschneiden und legen. Dieser wird wie ein Hindernis berücksichtigt und dementsprechend Abstand davon gehalten. Abgesehen davon sind die Reinigungsleistung, die Größe der Mülleinheit, die Laufzeit wie auch die Höhe mit grade mal 7,25 Zentimeter exakt gleich!

Fazit: Sinnvolle Unterstützung im Haushalt

Wenn ihr des regelmäßigen Staubsaugens müde seid, ist der eufy RoboVac G30 Edge eine elegante Lösung für euer Problem. Sogar Haare sind kein Problem, ob Frau, ob Tier, ist hierbei egal. Die starke EufyHome-App lässt euch ganz klar einstellen, wann der Roboter saugen soll, sogar ein manueller Zuruf ist möglich. Wie Stefan in seinem Saugroboter-Test erwähnt hat, bewegt sich auch dieses Gerät eher zufällig und kaum koordiniert. Dafür macht dieser Sauger seine Sache gut und schafft es, Flächen wirklich gut zu reinigen. Die alte Mär, dass man trotz Staubsaugerroboter noch selber saugen soll, hat sich somit für mich erledigt. Nur dann, wenn es wirklich schnell gehen soll und ihr punktuell etwas braucht, müsst ihr selber zu einem Staubsauger greifen!

Zwei Dinge fallen mir ein, die beim Thema Saugroboter zu klären sind. Das sind zum Einen der Preis von 320 Euro, den man bereit sein muss zu zahlen. Ein anderes Thema ist eure persönliche Wohnsituation: Am besten fährt so ein Roboter, wenn es große Flächen gibt und nicht viel herumliegt. Herumliegende Socken, Pantoffeln und dergleichen sind im wahrsten Sinne des Wortes ein „gefundenes Fressen“, auch für den eufy RoboVac G30 Edge. Das kann den Sauger aus dem Konzept bringen und im Worst Case zum Stillstand bringen, bis ihr ihn aus seiner misslichen Notlage errettet. Wenn ihr euch aber mit diesen beiden Punkten anfreunden könnt, so spricht nichts dagegen, euch diese Unterstützung (zur offiziellen Website des Produkts) anzuschaffen. Mir hat die Zeit mit dem eufy-Saugroboter jedenfalls sehr gut gefallen!

Wertung: 9.0 Pixel

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Anna

Ein sehr informativer Bericht. Ich persönlich finde solch ein Gerät echt Klasse, vor allem ein 2-in1 Kombigerät, der, die Böden saugt und wischt. Man kann so ziemlich viel Zeit sparen, z.B. Sie sind auf der Arbeit oder zum Einkaufen und der 2-in-1 saug und Wischroboter reinigt in der Zwischenzeit komplett gründlich Ihre Böden in Ihrer Wohnung. Solch ein Gerät hilft und entlastet einen enorm bei dem Haushalt. Sehr empfehlenswert!