Die Götter erhellen den Himmel mit Sternenbildern und schenken den Sterblichen so Träume und Visionen. Doch etwas stimmt nicht – Hat sich da etwa ein Sterblicher unter sie gemischt? In Dreams versuchen alle Götter den Sterblichen zu entdecken, während dieser alles tut, um sich nicht zu verraten.

Fakten

SpielerInnenanzahl: 3 – 6
Alter: ab 10
Dauer: ca. 30 Minuten
Inhalt: 72 Traumkarten, 1 Spielmatte, 2 Punktleisten (Götterleiste), 6 Mondsichel-Spielsteine, 18 Sterne, 6 sternförmige Wahlscheiben, 20 Göttermarken, 4 Marken des Sterblichen, 4 Bildnummern, 1 mehrsprachiges Regelheft

dreams inhalt

Genesis – Der Spielaufbau

Die Spielmatte kommt als leerer Himmel in die Mitte des Tischs. Dann wird an beiden Seiten die Götterleiste angelegt und die Mondsicheln in den Spielerfarben auf das “0”-Feld gelegt. Die SpielerInnen erhalten die sternförmigen Wahlscheiben in ihren Farben und je drei Sterne. Spielen drei Personen, besteht das Sternbild am Ende also aus neun Sternen, bei sechs MitspielerInnen aus 18.

Dann werden aus den Göttermarken vier verdeckte Stapel gebildet, wobei jeder Stapel nur Marken derselben Zahl enthält. Die Gesamtzahl der Marken soll um eins weniger als die SpielerInnenanzahl betragen, denn nun wird in jeden dieser Stapel eine Sterblichen-Marke gemischt. Zu guter Letzt werden vom gut gemischten Traumkartenstapel vier Karten aufgelegt und mit den Bildnummern 1 – 4 markiert.

Vision erkennen, Sterblichen entlarven

Die Marken eines der vier Göttermarkenstapel werden verdeckt ausgeteilt. Alle, die ein Plättchen mit einer Nummer erhalten, sind Götter und kennen die wahre Vision der vier offenliegenden Karten. Nur der Sterbliche hat keine Ahnung, welches das wahre Bild ist.

Reihum legt jedeR nun einen seiner drei Sterne auf die Himmelsmatte. Zusammen sollen die Sterne die wahre Vision darstellen. Der Sterbliche muss bluffen und versuchen, seine Sterne so zu legen, dass er nicht erkannt wird. Gleichzeitig versucht er durch die Sternenpositionen der anderen, die wahre Vision zu erkennen. Sind alle Sterne gelegt, kommen die Wahlscheiben zum Einsatz: Der Sterbliche rät, welche Nummer der wahren Vision entspricht; die Götter tippen auf die Spielfarbe des Sterblichen.

dreams im spiel

Der Sterbliche erhält Punkte, wenn niemand auf seine Farbe getippt hat und/oder wenn er die wahre Vision erkannt hat. Jeder Gott, der die Farbe des Sterblichen erraten hat, erhält Punkte. Weitere Punkte gibt es für jeden Gott, der sich unauffällig verhalten, sodass niemand auf seine Farbe getippt hat. Wer als ersteR 16 oder mehr Punkte erreicht hat, hat gewonnen.

Traumhaft schön

Dreams beschreitet nicht in puncto Spielmechaniken ungewohnte Pfade, sondern liefert auch beim grafischen Design außergewöhnliches. Acht Künstler und Künstlerinnen sorgten für die 72 wunderschön gestalteten Karten des Spiels. Die große Bandbreite der Motive reicht von lustig und niedlich, über skurill bis hin zu melancholisch und düster – Doch alle sind äußerst fantasievoll und traumhaft schön anzusehen. Einige davon würde ich mir durchaus als Kunstdruck ins Wohnzimmer hängen.

dreams karten

Meine Meinung zu Dreams

Das ungewöhnliche aber eingängige Spielprinzip von Dreams sorgte für eine der wunderbarsten Spielerfahrungen des Jahres für mich! Je nach Personenanzahl verändert sich das Spiel ein wenig, bleibt aber stets unterhaltsam und spannend. Mit drei SpielerInnen ist das Spiel für den Sterblichen kniffliger, da es schwerer ist, die wahre Vision zu erkennen und man sich leichter verrät. Ich war jedoch erstaunt, wie gut man das echte Bild bereits mit neuen Sternen erkennen kann. Auch wenn der Sterbliche bei uns nie unerkannt blieb, wurden dennoch manchmal auch Götter verdächtigt. Spielt man mit sechs Leuten, müssen sich die Götter hingegen mehr anstrengen, da es schwerer wird den Sterblichen zu erkennen.

Hinzu kommt das ideenreiche, bezaubernde Design der Spielkarten, welches die thematische Kulisse von Dreams perfekt unterstützt und dafür sorgt, dass man im Thema des Spiels versinken kann.

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