Assassin’s Creed: Unity (PS4) im Test

von Max Hohenwarter 16.11.2014

Mit Assassin’s Creed: Unity sollen endlich die frischen Ideen in die Serie kommen, die Fans, wie auch Kritiker schon mehrfach verlangten. Heißt es für die Serie nun also „Der König ist tot, es lebe der König“ oder scheitert die Revolution mit dem ersten Next-Gen Assassin’s Creed gewaltig? Die Antwort findet ihr in meinem umfangreichen Review.

History on Demand

Wie die Geschichte in Assassin’s Creed: Unity beginnt, möchte ich an dieser Stelle nicht spoilern, nur so viel: Ubisoft hat sich inszenatorisch mit einem absolut tollen Bruch der vierten Wand übertroffen. Absolut klasse! Richten wir unser Augenmerk also am besten gleich auf den historischen Hauptstrang der Geschichte.

Ach die lieben Kinder …

Du kannst ihnen sagen, was du willst, ob sie folgen ist eine andere Sache! Da soll der kleine Arno Victor Dorian – unser Protagonist – nur einmal auf seinen 4 Buchstaben sitzen bleiben, während sein Herr Papa ein dringliches Gespräch mit ihrer Majestät zu führen hat, und was macht er? Der 8-Jährige spielt natürlich viel lieber mit der kleinen Élise de la Serre im Schloss Versailles fangen. Plötzlich unterbricht ein Schrei das sorglose Herumtollen. Arno und seine neue Sandkastenfreundin gehen dem auf den Grund. Eine Menschen-Traube bildet sich und im Zentrum dieses Tumults liegt Arnos Vater – ermordet.

Da Arnos Mutter bereits etliche Jahre zuvor verstarb, wird der Waisenknabe vom Templergroßmeister Francois de la Serre adoptiert, jedoch nicht mit dem Hintergedanken, ihn in die Fänge des machtgierigen Ritterordens zu treiben, denn mehr aus Respekt gegenüber seinem Feind. Arnos Vater, Charles Dorian, war nämlich, wie sich herausstellt, ein Assassine.

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Partiell gelungenes Parcouring

13 Jahre später: In de la Serres Obhut reift Arno zu einem jungen Mann heran, der die Flausen von damals nie abgelegt hat. Auch wenn Spielschulden bekanntlich Ehrenschulden sind, ist Arno sich nicht zu fein, seine Taschenuhr – die einzige Erinnerung an seinen Vater –, die er beim Glücksspiel verlor, dem neuen Besitzer postwendend wieder zu klauen. Ideeller Wert und so. Das wird der geprellte Schmied schon verstehen. Tut er eben nicht und darum hetzt er uns mit einem Fleischerbeil in der Hand hinterher. Hierbei erlernen wir die Kniffe des neuen Parcour-Systems, das eine gewisse Ähnlichkeit mit jenem aus Watch_Dogs besitzt. Wir schaffen es aber, mit der Uhr in den Schutz von Monsieur de la Serres Anwesen. Dort angekommen, darf der Herr Vormund Arnos Karren mal wieder aus dem Dreck ziehen.

Arno wird währenddessen dem Hausdiener Olivier zwecks Strafarbeiten überantwortet. Er soll die Pferdestallungen ausmisten und die Kutsche für Monsieur de la Serre abfahrbereit machen. Und weil Arno ganz dankbar für die Rettung vor den Häschern ist, tut er wie ihm geheißen. Die Kutsche steht bereit und Monsieur de la Serre kann seine wichtigen Geschäfte erledigen, und wie er uns wissen lässt, auch seine Tochter Élise abholen. Élise?! Arnos Stiefschwester und heimliche Liebe? Na, das wollen wir uns nicht entgehen lassen. Aber obwohl Olivier für uns noch ein paar Aufgaben in petto hat, klopft das Schicksal an unsere Tür.

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Ein aus dem letzten Loch pfeifender Bote verpasst unseren Vormund um ein Augenblinzeln und das kommt uns sehr gelegen. Wir erklären uns bereit, den äußerst wichtigen Brief zu überbringen, und hetzen erneut durch das Dorf Versailles der Kutsche hinterher. Zwecks Eilzustellung klettern wir über Dächer, rasen durch detailliert gestaltete Innenräume und flitzen über belebte Boulevards und dicht bevölkerte Marktplätze. Die Steuerung wurde hierbei überarbeitet. Mit R2 und gedrückter X-Taste, geht’s aufwärts, mit R2 und gedrückter Kreis-Taste, abwärts. Funktioniert manchmal, aber nicht immer, wie es soll, da wir oft um Fensterrahmen herumklettern, anstatt einfach den Innenraum zu betreten. Generell fand ich die frühere Bedienung besser, aber wenn man sich an das neue Schema erst gewöhnt hat, flutscht es großteils und sieht aufgrund der flüssigen Animationen echt spitzenmäßig aus.

Als die Kutsche endlich stoppt und wir unserem Vormund den eiligen Brief übergeben wollen, stellt sich heraus, dass wir der falschen gefolgt sind. Verdammt! Was macht der geneigte Assassine in spe also, wenn er sich einen Überblick verschaffen will? Genau! Wir klettern mit Arno auf den nächstgelegenen Turm und synchronisieren uns mit der Umgebung. Alles wie gehabt, jedoch in einem wundervoll gestalteten Tutorial auch für Serien-Neulinge verpackt.

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Ah da ist er ja: in einem schwer bewachten Château. Wie kommen wir da jetzt wohl rein? Option 1: einfach über die Dächer kraxeln, oder wir machen es, wie das Spiel es von uns verlangt, mit Option 2: uns im Schutz der Menschenmenge den Blicken der aufmerksamen Wachen entziehen. Hierbei fällt sofort auf, wie viele Personen die aufgebohrte Anvil-Next-Engine berechnen kann. Außerdem merken wir spätestens beim fünften missglückten Rausschmiss, dass die Gegner-KI um einiges aufmerksamer und fordernder agiert, als in den Vorgängern. Die Stealth-Einlagen sind nicht mehr so leicht zu bewältigen. Also folgen wir doch dem alten Assassinen-Instinkt und versuchen es über die Dächer.

Glücksspiel beim Schwertkampf

Endlich haben wir die Versammlung, auf der sich Monsieur de la Serre befindet, infiltriert, aber nicht nur wir: der Schmied und sein Gehilfe haben es auch irgendwie geschafft, auf das Gelände zu gelangen. Das wirkt zwar etwas aufgesetzt, ist aber zweckdienlich, um uns das neue Kampfsystem beizubringen. In einem leeren Zimmer des Anwesens stellen die beiden Arno und so kommt es zum Schlagabtausch. Im Gegensatz zu früher ist es nun zwingend notwendig, die gegnerischen Attacken gut getimt zu blocken, sobald der Lebensbalken der Gegner gelb aufblitzt. Ein bisschen früher und wir parieren nur, anstatt zu kontern und ein bisschen zu spät und wir werden getroffen und taumeln, woraufhin die Kontrahenten meist sofort mit einem weiteren Schlag nachsetzen. Außerdem ist es nun auch nicht mehr so, dass die Feinde alle schön warten, bis wir sie einen nach dem anderen bedient haben. Vielmehr traktiert uns der Gehilfe des Schmieds fleißig, während wir uns gerade im Duell mit seinem Meister befinden. Eigentlich ein herausforderndes neues Feature, aufgrund der unübersichtlichen Kamera oft aber auch sehr unfair, da, sollte sich der Angreifer außerhalb des Sichtbereichs befinden, uns auch das gelbe Blinken entgeht und kontern, respektive parieren somit zum Glücksspiel wird.

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Ambivalent zu bewerten ist außerdem die Entscheidung, Stärkelevel sowohl bei Arno, wie auch bei Gegnern einzubauen. Ist ein Gegner nämlich mehr als eine Stufe über euch, schafft ihr es nicht, diesen aus den Latschen zu hauen, so perfekt ihr auch fechten und kontern mögt. Selbst euren Pistolenschüssen können diese Widersacher ausweichen, weswegen ihr oft aus Kämpfen fliehen müsst, bzw. im Vorhinein die überlegenen Gegner hinterrücks per Phantomklinge beseitigen müsst um bei Enttarnung überhaupt eine Chance in den unausweichlichen Auseinandersetzungen zu haben. Wie bietet ihr also den Tough-Guys die Stirn? Ganz einfach: Ihr kauft euch besseres Equipment oder steigert die Kampfkraft bestehender Klingen, Rüstungen und Pistolen – insgesamt 200 verschiedene und frei miteinander kombinierbare Ausrüstungsgegenstände bietet Assassin’s Creed: Unity, mit denen ihr euren Meuchelmörder personalisieren könnt. Die Aufwertung derselben funktioniert übrigens über In-Game-Währung, die ihr praktischerweise gegen bares Geld hinzukaufen könnt! Pfui!

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It’s all just a little bit of history repeating

Doch zurück zur eigentlichen Story. Nachdem Arno den Schmied samt Azubi mittels Degen zurechtgewiesen hat, geht’s zurück zu de la Serres Anwesen. Da war ja auch noch unsere Herzdame, die wir bei einem Ball treffen wollten, bevor sie zum Studium nach Paris muss und wir sie nicht mehr sehen. Unseren Vormund konnten wir bei der Versammlung nicht antreffen, also schwupps den Brief unter seiner Bürotür durchgeschoben. So wichtig wird das Schriftstück schon nicht sein. Nun aber schnell in feinen Zwirn geschlüpft und erneut ohne Einladung ins Stadtpalais zur Party geschlichen. Als wir Èlise endlich treffen und wir zur Belohnung einen Kuss bekommen, stören uns auch schon wieder die Wachen beim Tête-à-tête und Élise komplementiert uns durchs Fenster aus dem Zimmer. Möglichst unbemerkt versuchen wir das Anwesen zu verlassen. Als wir es fast geschafft haben, wiederholt sich ein Kindheitstrauma: im Hof müssen wir mitansehen, wie Monsieur de la Serre ermordet wird und das Schlimmste daran ist, dass der eigentliche Attentäter, ein von Pockennarben entstellter Kerl, die Wachen ruft und wir als Mörder dastehen. Der Brief hätte unseren Ziehvater, wie sich später herausstellt, vor dem Attentat gewarnt!

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Liberté ou la mort, Pisspott!

Unschuldig angeklagt werden wir in die berüchtigte Bastille in Paris geschmissen und fristen dort unser Dasein. Da wir nichts tun können, außer die seltsamen Wand-Kritzeleien eines Mithäftlings zu bewundern, hauen wir uns erst mal aufs Ohr. Prompt werden wir von dem schrulligen Graffiti-Künstler namens Belec übers selbige gehauen, denn als wir wieder aufwachen spielt der Kerl plötzlich mit unserem Uhren-Erbstück herum, fragt uns gar, woher wir es haben. Das gefällt uns natürlich gar nicht. Frech wird er auch noch, der Kerl, und nennt uns fortan nur noch Pisspott, wirft uns einen Stecken zu und meint, dass wir sie uns holen sollen, wenn wir sie wiederhaben wollen. Gesagt getan. Dem Großmaul geben wir eine Lektion in Respekt und tun ihm daraufhin kund, dass er sich gefälligst wieder seinen Höhlenmalereien widmen soll, anstatt uns zu behelligen. Das verwundert Belec. Er packt uns am Schlafittchen und als er uns in den beschmierten Raum führt, sind die Schriftzeichen an der Wand verschwunden. Er fordert uns auf, genauer hinzusehen und als wir uns konzentrieren, beziehungsweise in die Adlersicht wechseln, erscheinen die Graffitis erneut auf wundersame Weise. So erkennt unser ruppiger Mitinsasse, dass eine Gabe in uns schlummert. Zwei Monate, in denen Belec uns trainiert, vergehen. Jäh werden wir von Kanonenschüssen aus unserem Duell gerissen. Heute ist Tag X gekommen. Das Volk will keinen Kuchen mehr essen und rebelliert – es ist der 14. Juli 1789. Der aufgebrachte Mob erstürmt die Bastille, unsere Gelegenheit zur Flucht ist da.

Gemeinsam nutzen wir mit Belec die Gunst der Stunde und hauen, nachdem wir ein paar Wachen überwältigt und uns mit deren Schwertern ausgerüstet haben, aus dem Kerker auf das Dach ab. Als wir an den Zinnen stehen, fordert uns Belec auf, zu springen – das muss immerhin jeder Assassine beherrschen. Er meint noch ganz keck, dass wir ihn aufsuchen sollen, sobald wir unseren „Kopf aus dem Arsch gezogen haben“ und stürzt sich von der Mauer. Für Arno, der von den Wachen umzingelt wird, heißt es nun Freiheit oder Tod. Weil wir eine Chance wollen, unseren Namen rein zu waschen und Sühne für unsere Pflichtvergessenheit zu leisten, wagen wir den Glaubenssprung – unser Abenteuer während der französischen Revolution hat damit begonnen!

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Abgetrennte Köpfe und Gang-Bangs

Abseits der Story von Assassin’s Creed: Unity bietet euch Paris einen historischen Spielplatz, in dem ihr, wie in den bisherigen Teilen üblich, alle möglichen Dinge einsammeln, Wahrzeichen entdecken und verschiedene Truhen plündern könnt. Auch andere Nebenmissionen könnt ihr bestreiten, indem ihr beispielsweise Nostradamus-Rätsel löst, welche ähnlich wie die Glyphenpuzzles aus Assassin’s Creed II funktionieren. Außerdem dürft ihr auch das Café Théâtre – ein geheimes Assassinen-Hauptquartier, getarnt als Theatercafé – renovieren, was ebenfalls kleinere Sidequests mit sich bringt und ganz nebenbei eure Kasse durch regelmäßige Geldgewinne aufbessert – quasi das Monteriggioni-Pendant in Assassin’s Creed: Unity. Außerdem dürft ihr gelegentlich in Sherlock Holmes-Manier Morde aufklären, was auch sehr erfrischend wirkt.

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An Nebenquests wurde natürlich auch gedacht und ich muss sagen, dass es die bisher besten der Reihe sind, denn sie erzählen eigene kleine Stories und das Beste daran die Auftraggeber unter denen sich so illustre Gestalten wie Madame Tussaud, die für ihre Wachsarbeiten gerne ein paar abgetrennte Köpfe von euch hätte, oder der exzentrische Marquis de Sade, dem ihr unter anderem dabei helfen dürft, seine extravaganten Bacchanale abzuhalten.

Grafik so schön, dass die Konsole stottert

Auch wenn ich mir mittlerweile fast blöd vorkomme, mit jedem Review eines Next-Gen-Spiels aufs Neue einen optischen Orgasmus zu bekommen, ist es mit Assassin’s Creed: Unity mal wieder soweit, aber mehr als nur gerechtfertigt. Das Spiel überzeugt mit einer Liebe zum Detail, die schlichtweg zum Niederknien ist. Selbst die ohne Ladezeiten begehbaren Innenräume strotzen nur so von liebevoll platzierten Finessen und sind teils mit arbeitenden Handwerkern oder dort lebenden Familien bevölkert. Die Beleuchtung definiert Naturtreue in Videospielen neu und sucht ihresgleichen. Nicht nur das volumetrische Licht und der kurze Blendeffekt nach dem Verlassen eines düsteren Zimmers, sind großartig. Selbst die verschiedenen Materialien der Kleidung oder Rüstungen reagieren anders auf die Sonneneinstrahlung und verleihen allem eine Stofflichkeit, die absolut beeindruckt. Die Animationen sind alle butterweich und man kann gerade in den Cutscenes, dank der großartigen Mimik, Film von Spiel nicht mehr unterscheiden.

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Leider bringt diese Grafikpracht die neue Konsolengeneration auch ganz schön ins Schwitzen und sorgt dafür, dass die Framerate sich häufig weit jenseits der 30 Bilder befindet und so den Spielfluss erheblich stört. Außerdem trüben viele Glitches – bei mir beispielsweise ein Sturz ins Leere, der sogar die Konsole abschmieren ließ – das positive Bild. Die Ladezeiten zwischen den Missionen sind auch sehr lange und so kann man sich währenddessen schon mal eine Tasse Kaffee holen.

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Funktionierende Online-Features? In ein paar Tagen vielleicht!

Wenn die Gamer-Szene etwas bei der Ankündigung des diesjährigen Profikiller-Abenteuers etwas gehypet hat, dann war das wohl der angekündigte 4-SpielerInnen-Koop-Modus, den ich auf der gamescom bereits anspielen durfte und der, ein eingespieltes und koordiniertes Team vorausgesetzt, mit Sicherheit auch viel Spaß bereitet. Doch bei meiner gamescom Preview wird es vorerst auch bleiben, denn bisher konnte ich keine vernünftige Online-Erfahrung mit der Retail-Version machen, die, bei überhaupt erfolgter Verbindung, nicht kurz darauf wieder zusammenbrach. Einen Test der Assassin’s Creed: Unity Online-Komponenten reichen wir baldmöglichst nach, sobald die Server auf Vordermann gebracht wurden.

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Fazit:

Ubisoft, wir müssen reden! Ich bin ein riesiger Fanboy der Meuchelmörder-Reihe und entsprechend sah ich bisher auch kein Problem darin, dass jeder Aufguss kaum Neuerungen mit sich brachte, denn die gut funktionierenden, stylishen Kämpfe in den Vorgängern, in denen ich zwanzig Gegner gemütlich abfrühstückte, gaben mir ein gutes Gefühl und die unzähligen Nebenaufgaben und Sammeleien sorgten dafür, dass mich das alljährliche More-of-the-Same nicht störte, wie man anhand meiner Traumwertung für Assassin’s Creed: Rogue ablesen kann.

Dass ihr mit Assassin’s Creed: Unity Mut zu frischen Ideen, die die Community seit Langem forderte, aufbringt und das Spielgefühl auf eine neue, herausforderndere Ebene hieven und das Ganze noch mit einer schlichtweg pornösen Grafik, Online-Koop und tollen Inszenierung umsetzen wolltet, rechne ich euch hoch an, denn die neuen Features sorgen wirklich für ein frisches, anderes Spielgefühl. Funktionieren soll das neue Rezept aber bitte auch – und zwar richtig! Auf Abstürze, Glitches, ein fragwürdiges In-Game Bezahlmodell, zickige Kamera und Verbindungsprobleme aus der Hölle, die selbst nach einem riesigen Day-1-Patch nicht behoben sind, möchte ich in Zukunft verzichten müssen!

Man merkt, dass das Spiel ganz dringend zum Weihnachtsgeschäft auf den Markt geschmissen werden musste, egal ob fertig oder nicht. Der hohe Quartalsabsatz stellt vielleicht eure Aktionäre zufrieden, aber auf lange Sicht vergrault ihr euch so die Kundschaft und Fanboys/-girls wie mich. Habt ihr denn aus dem Assassin’s Creed III-Debakel nichts gelernt? So nicht, liebe EntwicklerInnen!

Ihr habt zuviel gewollt und aufgrund von Zeitdruck eure eigene Revolution niedergeschlagen! Für den guten Willen möchte ich euch loben, aber für die schlampige Umsetzung schneide selbst ich als großer Serien-Verehrer bei Assassin‘s Creed: Unity ein großes Stück vom Wertungskuchen ab– le roi est mort… Vielleicht lebt er nächstes Jahr wieder!

Wertung: 8 Pixel

für Assassin’s Creed: Unity (PS4) im Test