Alita: Battle Angel Kinokritik – Himmlische Manga-Verfilmung?

von Matthias Tüchler 01.02.2019

Robert Rodriguez (From Dusk Till Dawn, Sin City, Machete) bringt den Cyberpunk-Manga-Klassiker auf die große Leinwand. Nach Yukito Kishiro’s Vorlage findet, repariert und adoptiert Dr. Ido (Christoph Waltz) das Cyborg-Mädchen Alita, das jegliche Erinnerung an ihr früheres Leben verloren hat. Was steckt also hinter Alita? Ab 14. Februar könnt ihr es in Österreich’s Kinos herausfinden. Hier schon Mal unsere fünf Cent zu Alita: Battle Angel.

Kriegs-Engel im Hochglanz-Look

Von den großen Augen, über marschierende Panzer-Maschinen bis hin zu Ganzkörper-Cyborgs mit menschlichen Gesichtern – Alita: Battle Angel präsentiert sich in hervorragendem Look. Jede Oberfläche sieht speziell in 3D zum anfassen real aus und die Cyberpunk-Stadt Iron City ist voller Leben. Vielleicht sogar etwas zu viel Leben für eine Dystopie, der offenbar alle in die paradisische schwebende Stadt Tiphares entkommen wollen.

Alita: Battle Angel(c) 20th Century Fox

Besonders beeindruckend zeigt sich der von James Cameron produzierte Film in den dynamischen Actionszenen. Alita’s Kampfstil ist äußerst akrobatisch. Sie tanzt förmlich zwischen den Attacken ihrer Gegner hindurch und schlägt zu, sobald sie nah genug ist. Dennoch gibt Alita: Battle Angel stets ein gutes Gefühl der Orientierung und die Kampfszenen bleiben übersichtlich, nachvollziehbar und damit spannend.

Arc 1, 2, 3, 4, 5?

Leider kann sich Alita: Battle Angel offenkundig nicht entscheiden, welche Story erzählt werden soll. Ohne Überraschungen vorwegzunehmen: zwischen einer Lovestory, Alita’s Vergangenheit, der waghalsigen Sportart Motorball, Dr. Ido’s Vergangenheit und einigen weiteren Plots geht der Tiefgang verloren, während all diese Handlungsstränge nur kurz angeschnitten werden. Charakterentwicklungen verlieren dadurch an Gewicht und fühlen sich zu leicht an.

Alita: Battle Angel(c) Kodansha Comics

Viel Action, zu viel Story

Alita: Battle Angel liefert genau das, was wir uns erwartet haben: Actiongeladenes Popcorn-Kino. Rodriguez trifft die Charaktere aus der Vorlage gut und fasziniert speziell mit dynamischen Kampfszenen. Anstelle von mehreren Handlungssträngen aus den Mangas hätte man sich besser auf einen festlegen und diesen mit mehr Gewicht erzählen sollen. Dennoch bietet Alita: Battle Angel viel Spaß und sieht besonders in IMAX umwerfend aus.

Wertung: 6.5 Pixel

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