Akame ga kill! Vol. 1 (Blu-ray) im Test

von Stefan Hohenwarter 21.10.2015

Der Werbetext auf der Schuberrückseite von Akame ga Kill! Vol. 1 spricht von einem gnadenlosen, actiongeladenen Kampf für die Gerechtigkeit. Ob dem so ist und was ihr sonst noch über Vol. 1 wissen müsst, erfahrt ihr in meinem Review.

 AkameGaKill1

Facts

Genre: Anime, Sci-Fi, Fantasy
Publisher: peppermint anime
Regisseur: Tomoki Kobayashi
Release: 26. Juni 2015

Die blutige Klinge des Volkes

Eine Kutsche fährt gemütlich ihres Weges, als plötzlich ein gigantischer Erddrache auftaucht. Die Kutscher sprechen schon ihr letztes Gebet – da taucht plötzlich ein junger Mann namens Tatsumi auf. Mit einem sauberen Schwerthieb trennt er einen Arm des Monsters ab, und kurz darauf liegt der Erddrache regungslos am Boden. Die Kutscher können ihr Glück nicht fassen und fragen den Jungen, wohin er unterwegs sei. Darauf antwortet er, er sei auf dem Weg in die Kaiserstadt, in der er groß Karriere machen wolle.

Eine große Karriere beim Militär zu machen scheint jedoch gar nicht so einfach zu sein: Tatsumi wird von der Stellungsbehörde nicht, wie von ihm erhofft, gleich zu einem Kommandanten gemacht. Wie es der Zufall so will, wird er vor dem Militärgebäude von einer hübschen jungen Frau namens Leone angesprochen, die ihm für ein Mittagessen verraten will, wie er doch schnell die Karriereleiter als Staatsdiener nach oben klettern kann. In der Kneipe schlägt sie Tatsumi einen Deal vor: Er solle ihr sein ganzes Geld geben und in der Kneipe auf ihre Rückkehr warten. Nach stundenlangem Warten geht Tatsumi auf, dass er übers Ohr gehauen wurde – ihm bleibt nun, da er kein Geld mehr hat, nichts anderes übrig, als auf der Straße zu schlafen. Doch plötzlich bleibt eine Kutsche einer Adelsfamilie vor ihm stehen, und abermals steht eine junge Frau vor ihm, die ihm Hilfe und einen Schlafplatz anbietet. Im Haus der Familie angekommen, scheint sich alles in Wohlgefallen aufzulösen. Tatsumi kann sein Glück nicht fassen und legt sich aufs Ohr, als er plötzlich Schreie hört: Night Raid, eine Assassinen-Gruppe, greift das Anwesen an und bringt alle Menschen um, die sie entdeckt.

Tatsumi schnappt sich sein Schwert und stellt sich den MörderInnen entgegen, um die letzte Überlebende, die junge Frau, die ihn zuvor von der Straße aufgelesen hat, zu beschützen, als es plötzlich zum Wiedersehen mit Leone kommt. Die Lady, die ihn in der Kneipe abgezockt hat, ist offenbar ein Mitglied von Night Raid. Es entbrennt ein Kampf zwischen Akame, einem Mitglied von Night Raid, und Tatsumi, als Leone die Türe einer leer geglaubten Scheune öffnet. Die Adelsfamilie, allen voran die Tochter des Hauses, hat hier offenbar Menschen, die sie auf der Straße aufgelesen hat, grausam gefoltert. Unter den Opfern erblickt Tatsumi seine Freundin, die mit ihm damals aufgebrochen ist, um das eigene Dorf zu retten. Die Hilfe kommt allerdings zu spät: Sie ist schon tot. Tatsumi versteht langsam, was hier passiert ist, und tötet die letzte Überlebende der Adelsfamilie, ohne mit der Wimper zu zucken. Leone, die ihn beraubt hat, schlägt ihm daraufhin vor, Mitglied von Night Raid zu werden. Tatsumi willigt ein, wobei er die Tragweite dieser Entscheidung noch nicht abschätzen kann.

Bild und Ton

Für die Präsentation zeichnet das Studio White Fox verantwortlich, das unter anderem für seine Arbeit an Steins;Gate bekannt ist. Die blutige Inszenierung samt abgetrennter Gliedmaßen und Köpfe passt zum Setting, ist aber wohl nichts für schwache Nerven. Die Charaktere und ihre Kampfstile sind sehr unterschiedlich und die Welt detailreich. Dazu kommen satte Farben und gute Kontrastwerte.

Kommen wir nun zu dem wohl spannendsten Thema für alle hiesigen Animefans: zur Synchronisation. Ich muss gestehen, dass ich mit den Stimmen von Tatsumi und Leone erst warm werden musste, aber das legte sich nach wenigen Folgen. Die restlichen Stimmen sagten mir von Anfang an zu. Wie auch beim individuellen Design der Charaktere spiegeln sich die Persönlichkeiten auch in den Stimmen wider. So klingt Akame etwas zurückhaltend, während andere ziemlich aufbrausend sind.

Extras

Während sich die KäuferInnen der Limited Edition auf einen hochwertigen Sammelschuber sowie den offiziellen Soundtrack der Serie freuen dürfen, müssen die KäuferInnen der normalen Fassung mit sechs Bonusclips Vorlieb nehmen, die natürlich auch in der Limited Edition enthalten sind. Physische Extras wie ein Booklet oder Postkarten sucht man leider vergebens.

Zusammenfassung

Ich habe mir von Akame ga Kill! zugegebenermaßen anfangs nicht viel erwartet. Wie der Name schon vermuten lässt, ist die blutrote Farbe des Covers von Akame ga Kill! Vol. 1 Programm. Schon in der ersten Folge fließt literweise Blut über den Bildschirm, während man als ZuseherIn anfangs denkt, dass man sich hier einen hirnlosen Splatter-Anime geholt hat. Dieser Eindruck verfliegt jedoch in Windeseile, denn in den darauffolgenden Episoden lernt man die Charaktere besser kennen, und die Geschichte baut sich langsam auf. Man wird es vielleicht kaum glauben, aber lustige Szenen sind in nahezu allen Folgen, besonders in den Bonus-Clips, zu finden. Mich hat Akame ga Kill! jedenfalls voll gepackt, und ich freue mich schon auf Vol. 2, das Ende August erscheint.

Wertung: 8.5 Pixel

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