Aces of the Luftwaffe Squadron (PS4) im Test: Broforce in der Luft

von Mandi 14.08.2018

Wir schreiben das Jahr 1946, und die Deutschen stehen vor den Toren Amerikas. In Aces of the Luftwaffe Squadron müsst ihr als Quartett funktionieren, um die fiesen Invasoren abzuwehren! Ob das Spaß macht, lest ihr im Review. Hier geht’s zur offiziellen Website des Spiels!

Der Hintergrund von Aces of the Luftwaffe Squadron

Das quirlige Quartett besteht aus Steve Davis, Johnny King, Melissa Monroe und Mark Taylor. Die vier Spielfiguren fliegen ihre Einsätze immer zusammen, doch sie staunen nicht schlecht, als sie über Amerika plötzlich auf deutsche Einheiten treffen. Schnell wird ihr General Moore angefunkt, und dann geht es auch schon los!

In fünf Kapiteln je fünf Stufen gilt es, eure Feinde vom Himmel zu holen. Während ihr euch Schritt für Schritt mehr von der Story aneignet, müsst ihr die Stages eine nach der anderen schaffen. Während euer Hauptziel immer gleich ist – „Überleben bis zum Schluss“ -, gibt es auch Nebenmissionen zu erfüllen.

Das Repertoire reicht von „Schütze deine Teammitglieder“ bis hin zu „versorge Zivilisten mit Vorräten“. Dabei ist das Erfüllen der Nebenmissionen eigentlich nie eine Abweichung zum Standard-Gameplay. Ihr müsst einfach nach oben fliegen, alles mit Dauerfeuer beharken und am Leben bleiben. Easy, oder?

Ein neues Element – leider wenig effizient

Die vier Spielfiguren haben alle mit ihren eigenen Problemchen zu kämpfen. Steve Davis hat ein wenig Gift in seinem Kreislauf, das sich dann und wann bemerkbar macht. Dagegen hilft nur, langsam zu fliegen, sodass sich eure Gesundheit wieder regeneriert. Nach wenigen Sekunden ist der Zauber wieder vorbei!

Johnny King hasst Deutsche so sehr, dass er in Rage verfällt. Plötzlich bricht er aus der Formation und schießt alles Mögliche ab – da gilt es, ihm auszuweichen und Johnny gleichzeitig zu beschützen. Melissa Monroe hingegen verschwindet teilweise, da sie Höhenangst hat. Das ist sehr ungewöhnlich für Air Force-Piloten, aber ja.

Mark Taylor hingegen hat ab und zu narkoleptische Anfälle, will heißen, er schläft am Steuer einfach ein. Ihr müsst ihn dann mit euren Fliegern leicht herumschubsen und ihn aus der Schussbahn der Vielzahl an Gegnern bringen. Diese Mechanismen bauen sich nahtlos in das Geschehen von Aces of the Luftwaffe Squadron ein, können aber nicht wirklich viel Neues ins Gameplay einbringen.

Sonstige Boni und Ideen

Ihr spielt das Game und findet euch sofort zurecht. Ihr fliegt euren Flieger, ihr müsst den feindlichen Geschossen ausweichen, und ihr könnt euch nicht verirren. Neben Abzeichen fallen auch teilweise Kisten vom Himmel, die beim Aufsammeln Goodies für euch parat halten. Schon bald feuert ihr mehrere und unterschiedliche Projektile ab.

Ja, Aces of the Luftwaffe Squadron bietet euch im Prinzip Standard-Kost, allerdings auf hohem Niveau. Die Story mit all ihren Charakteren und markigen Sprüchen ist voll vertont, und die einzelnen Stages sind kurz genug, um unterhaltend zu sein. HandyGames hat hier einen guten Weg gefunden, Arcade und Story zu verbinden.

Wenn ihr genügend Verstärkungs-Upgrades gefunden habt, könnt ihr eure Figuren aufwerten. Von Geschwindigkeitsschüben, Lebenserhöhungen bis hin zu besonderen Spezialattacken lassen sich fast alle Eigenschaften in einer eigenen Art und Weise verbessern. Diese Upgrades bringen euch in der Masse ganz schön viel!

Fazit: Wie Broforce, nur in der Luft

Für kurze Runden macht dieser PS4-Titel richtig viel Laune. Ja, man könnte natürlich vorwerfen, dass der Comic-Look einer aktuellen Konsole nicht steht. Natürlich wären auch längere Stages zu Beginn des Spiels wünschenswert, und mehr Abwechslung sowieso. Aber hey: Aces of the Luftwaffe Squadron punktet mit dem, was es kann!

Nichts geht darüber, als mit FreundInnen vor der Konsole zu sitzen und sich gegenseitig Befehle und Warnungen zuzurufen. Dass die Story hier sogar ein wenig Fokus erhielt und die Synchronsprecher tatsächlich einige Zeilen zu sprechen haben, tut dem Game im Gesamten sehr, sehr gut. Die einzelnen Zustände, die unsere Figuren erhalten können, bringen nur wenig ins Spiel ein.

Doch gerade der Überraschungsmoment, dass plötzlich ein Pilot ausfällt oder durchdreht, macht es in ohnehin schon engen Situationen umso spaßiger! Unter dem Strich bleibt hier ein solider Titel für PS4, den sich Fans auf alle Fälle einmal näher ansehen sollten. Wenn ihr auf der Suche nach einem Koop-Titel seid, der euch zeitweise in die berüchtigte „bullet hell“ schickt, dann gebt Aces of the Luftwaffe Squadron eine Chance!

Wertung: 7.0 Pixel

für Aces of the Luftwaffe Squadron (PS4) im Test: Broforce in der Luft von Mandi