Apple hat bei der WWDC 2017 sein iPad Pro erneuert. Endlich, möchte man meinen, denn über eineinhalb Jahre lang wurde das erste iPad Pro mit 12,9 Zoll Bildschirmdiagonale nicht aktualisiert. In diesem Testbericht erfahrt ihr, ob und für wen sich der Kauf lohnt! Hier geht es zur offiziellen Website des Geräts.

Was ist das, ein iPad Pro?

Bei der Einführung des iPad-Tablets im Jahre 2010 (lang, lang ist’s her) sah Apple diesen Formfaktor als die Zukunft. Doch zu viele Einschränkungen gab es – iOS sei nicht fähig, ein Stylus wurde nicht unterstützt. KritikerInnen fanden immer etwas, wie etwa zu wenig Rechenpower oder zu wenige Programme. Diese Meinung hielt sich hartnäckig, bis Apple das iPad Pro im Jahre 2015 veröffentlichte. Mit 12,9 Zoll Bildschirmdiagonale war es ungewöhnlich groß, und der Zusatz „Pro“ versprach, dass auch professionelle Kreative damit arbeiten konnten.

Dieses Tablet bot genauso wie seine kleineren Geschwister „nur“ die iOS-Plattform anstatt der vollen macOS-Plattform. Doch den meisten Kritikpunkten wurde entschlossen begegnet, von denen heute eigentlich keine mehr übrig sind. iOS wird mit jedem Release sicherer und performanter, der Apple Pencil wird von Kreativen als der beste Stylus überhaupt gesehen. Zu wenig Rechenpower konnte man dem iPad Pro 2015 auch nicht nachsagen. Laut Apple hatten mehr als 80 Prozent der 2015 verkauften Notebooks eine langsamere CPU, und über 90 Prozent eine langsamere Grafikeinheit.

Mit einem Geekbench-Score von über 3000 Punkten (Single-Core) ließ sich schon einiges arbeiten. In der selben Liga spielen etwa ein Intel i5-3330S (2012) oder auch ein i7-990X (2011), das war also schon mehr als ausreichend. Apps für das iPad Pro kommen wöchentlich neue in den App Store, viele Nischen werden bereits abgedeckt. Mit dem iPad Pro (2017) soll aber die CPU-Rechenpower um 30 % und die Grafikleistung um 40 % erhöht werden. Das klingt nach einer Kampfansage. Doch hält das Tablet, was Apple verspricht?

 

Zahlenspiel zuerst: Die technischen Daten

Die Abmessungen des iPad Pro lauten 30,6 x 22,1 x 0,7 cm bei 677 respektive 692 Gramm. Das Modell mit WLAN ist leichter, das iPad mit WLAN und Mobilfunk ist eben die 15 Gramm schwerer. Erhältlich ist das Tablet mit 64, 256 und 512 GB Flash-Speicherkapazität. Vier Lautsprecher sorgen für Stereoklang, egal, wie ihr das iPad Pro haltet. Zwei Mikrofone werden für Unterdrückung von Umgebungsgeräuschen verwendet, falls ihr einen FaceTime-Anruf über das Tablet tätigt.

Das Display besitzt eine Auflösung von 2732×2048 Bildpunkten (264 ppi) und ist somit knackscharf. Verschiedene Technologien wie P3-Farbraum, ProMotion und True Tone sind darin enthalten. Der erhöhte Farbraum soll Farben wie im Kino lebendiger anzeigen können, während True Tone das Bild an euer Umgebungslicht anpasst. In farblich wärmeren Umgebungen ist das Weiß gelblicher und in kälteren blauer. Das soll für ein angenehmeres Bild sorgen. ProMotion steuert die Bildwiederholungsrate zwischen 24 und 120 Hz je nach Inhalt auf dem Bildschirm. Eine höhere Hertz-Rate sorgt für ein flüssigeres Erlebnis, und eine niedrigere für eine längere Akkulaufzeit.

Neben dem Herzstück des iPad Pro (2017), dem A10X-Chip, sind noch zwei Kameras verbaut (12 MP Rückseite mit 4K-Funktion, 7 MP Front). Daneben sind noch der Fingerabdrucksensor Touch ID, ein Gyrosensor, ein Barometer sowie ein Umgebungslichtsensor verbaut. Entscheidet ihr euch für das Mobilfunk-iPad, findet ihr auch einen Einschub für eine Nano-SIM-Karte vor. Apple verspricht bis zu zehn Stunden Akkulaufzeit, dafür soll der verbaute Akku mit 41 Wattstunden sorgen. Ihr seht, die inneren Werte des iPad Pro sind geballt, doch wie fühlt es sich in der Praxis an?

Auspacken – der erste Eindruck

Nun, klar: Der erste Gedanke ist nun mal „riesig“. Ich persönlich habe zuvor ein iPad Air (9,7 Zoll Bildschirmdiagonale) aus dem Jahre 2013 benutzt. Beim Auspacken bemerkte ich klarerweise die Größe und das etwas höhere Gewicht, das Gefühl verflog aber rasch. Das Tablet ist ausbalanciert, angenehm schlank und lässt sich mit zwei Händen hervorragend halten. Zur einhändigen Nutzung jedoch ist das iPad Pro eher ungeeignet, da sich die knapp 700 Gramm schnell bemerkbar machen. Haltet ihr es jedoch wie einen Zeichenblock oder ein Klemmbrett, sind die Dimensionen absolut kein Thema.

Wenn ihr schon einmal ein iPad in freier Wildbahn gesehen habt, wird euch ein iPad Pro nicht wirklich beeindrucken. Es ist genau das gleiche Design, nur größer, breiter und ein wenig imposanter. An der Oberkante befindet sich der Standbyknopf sowie eine 3,5-mm-Buchse, und an der rechten Kante findet ihr die Lautstärkeregelung sowie den Einschub für die Nano-SIM-Karte. An der Unterkante habt ihr den Lightning-Connector angebracht und linksseitig seht ihr bloß den Smart Connector. Zwei Lautsprecher befinden sich jeweils an der Ober- und der Unterseite. Der einzige Knopf an der Front ist die Home-Taste mit integriertem Fingerabdrucksensor.

Das erste Einschalten sowie das Einrichten gestalten sich Apple-like als flott und durchschaubar. Ihr werdet zunächst nach Sprache, WLAN-Kennwort und Apple-ID gefragt. Anschließend könnt ihr das iPad Pro als neues Tablet konfigurieren oder aus einem Backup wiederherstellen. Abschließend könnt ihr noch Ortungsdaten aktivieren lassen, Absturzdaten mit App-EntwicklerInnen teilen lassen und Nutzungsdaten anonymisiert an Apple senden lassen. Ich persönlich aktiviere sämtliche Optionen, es ist aber euch überlassen, wie ihr entscheidet. Danach könnt ihr mit der Nutzung loslegen.

Performance: Die neue Königsklasse

Schon das Vorgängermodell ließ alle Tablet-Konkurrenten, egal welchen Lagers, hinter sich. Die TesterInnen befürchteten den „Overkill“, also dass zu viel Leistung in dem Tablet steckte. Mit 4 GB Arbeitsspeicher verdoppelte Apple den RAM-Speicher im Vergleich zu allen anderen iOS-Geräten. Gespeicherte Tabs bleiben nun länger in Safari geöffnet, und kürzlich verwendete Apps werden rasch wieder hervorgeholt. Das schnellste Erlebnis auf iOS-Geräten wurde mit dem iPad Pro versprochen, und genau so ist es auch 2017.

Egal, was ihr anstellt, das iPad Pro reagiert schnell und verlässlich. Das Wechseln zwischen Apps, das Bearbeiten von Videos, Fotomanipulation und Internetsurfen passiert fast augenblicklich. Es stellt sich fast schon die Frage, wie weit man diese Tempojagd noch treiben will. Die Kritik ist sich einig: Es mag vielleicht nicht jedes Notebook ersetzen oder gefährden. Wenn man allerdings das beste Tablet haben möchte, führt kein Weg am iPad Pro vorbei. Die 2017-Version wird am Papier um 30 % schneller, wirklich messbar ist das kaum. (Der Geschwindigkeitszuwachs liegt daran, dass sowohl CPU als auch GPU einen dritten Kern spendiert bekommen haben.)

Für die Zahlengeeks unter uns: Der Geekbench-Test bescheinigt dem iPad Pro auch 2017 den Thron. Der Dreikern-Chip erhielt im Singlecore-Test einen Score von über 3900 Punkten. Das stellt ihn auf eine Stufe mit einem Intel i5-6400 (2015) oder einem AMD Ryzen 5 1600-Prozessor (2017). All diese Power in „nur“ einem Tablet zeigt, dass ein iPad Pro spätestens jetzt ein ernstzunehmender Computer ist. Und das, während Android-Geräte im Juni 2017 noch immer mit der 2000er-Geekbench-Marke kämpfen…

Alles für die Sinne

Der einzige Unterschied ist, dass die Maus, die wir alle kennen und gewohnt sind, als Eingabegerät unseren Fingern weicht. Benötigt man mehr Präzision, kommt der Apple Pencil ins Spiel. Ist das die Zukunft? Die Hardware sagt jedenfalls ja: Sämtliche im iPad Pro verbaute Technik ist überragend. Die Kameras sind die gleichen wie im iPhone 7 und können auch bei wenig Licht überzeugende Ergebnisse liefern. Dank optischer Bildstabilisation werden Videos flüssig und auch 4K-Aufnahmen bei 30 fps gelingen ohne Probleme. Die Kameras mögen fast schon zu gut für ein Tablet sein, sagen manche, doch wenn ihr damit Dokumente scannen oder Fotos bearbeiten wollt, sind sie genau richtig.

Das Display ist nun wie beim iPad Pro mit 9,7 Zoll mit hochwertigsten Funktionen ausgestattet. Der P3-Farbraum zeigt nun mehr Farben an und lässt eure Fotos strahlen. Das True Tone-Display färbt den Weißabgleich leicht anders ein, je nachdem, wo ihr euch befindet. Der Prozess läuft automatisch und kann auch deaktiviert werden. ProMotion hingegen steuert die Bildschirmwiederholrate und lässt das Bild immer so flüssig laufen, wie es gerade sein muss. Mit 600 Nits maximaler Helligkeit könnt ihr es auch im Sonnenlicht benutzen, ohne Probleme mit der Sicht zu bekommen. Und da das iPad Pro (im Vergleich zu meinem alten iPad Air) bemerkenswert wenig reflektiert, macht die Nutzung auch draußen Spaß.

Apropos Spaß machen: Die 120 Hz Bildschirmwiederholrate ist etwas, was dem damaligen Quantensprung mit der Bildschirmauflösung nahe kommt. Egal, ob ihr im Internet surft, durch Notizen oder Nachrichten scrollt oder andere Dinge macht – diese Flüssigkeit macht sich bemerkbar. Wenn ihr Elemente mittels Drag and Drop herumzieht oder die Split View aktiviert, das Erlebnis ist einfach einmalig. Auf dem Papier klingt es ziemlich fad, wenn man sagt, 60 Hz haben sich auf 120 Hz verdoppelt. Aber wenn ihr es einmal seht, wie die Symbole auf dem Homescreen flutschen und auch die Multitasking-Ansicht sein kann – dieses Gefühl nützt sich so schnell nicht ab. Doch es gibt nicht nur auf die Augen, es gibt auch auf die Ohren.

Der Sound hingegen ist etwas, was zunächst bei einem Tablet etwas seltsam anmuten mag. Wozu braucht man bei einem dünnen Gerät vier Lautsprecher – für doppelt durchschnittlichen Sound? Apple hat aber im iPad Pro interessante Wege gefunden, um den Klang zu verbessern. Heraus kommt ein Stereosound, der unabhängig von der Tablet-Ausrichtung immer sitzt. Damit nicht genug, das Gerät produziert auch eine Lautstärke, die man einem Tablet nicht unbedingt zutrauen würde. Die Qualität kann klarerweise nicht mit einem Studiolautsprecher mithalten, die Speaker eines Flachbildfernsehers werden jedenfalls übertroffen.

Zubehör: Apple Pencil und Keyboard

Das optionale Zubehör zu einem iPad Pro besteht meistens aus drei Dingen. Kreative Köpfe möchten vielleicht mit einem Stylus ihrer Schaffenskraft freien Lauf lassen. Reisende hingegen wollen ihrem Tablet auf jeden Fall eine Schutzhülle oder zumindest ein Cover verpassen. Wenn jemand viel schreibt, ist die Onscreen-Tastatur auf dem iPad Pro keine wirkliche Hilfe. Nach einem ausgiebigen Test möchte ich hervorheben, dass die iOS-Tastatur auf dem 12,9-Zoll-iPad Pro sensationell gut gelungen ist. Nichtsdestotrotz ist sie nicht geeignet dafür, blind oder schnell zu tippen.

Das bringt uns zum Apple Keyboard. Sie vereint sowohl ein Cover für den Touchscreen als auch eine flache Tastatur mit fühlbaren Tasten. Dank Magnete bringt sie sich selbständig am Smart Connector an, über den Daten und Strom ausgetauscht werden. Das Tippgefühl ist hervorragend, und nach einer kurzen Eingewöhnungsphase schreibt ihr am iPad Pro genauso flink wie auf einer herkömmlichen Tastatur. Allerdings gilt das nur für das subjektiv normalgroße Apple Keyboard für das 12,9-Zoll-Tablet. Wie dieser Vorgang bei einem 10,5-Zoll-iPad Pro und dessen kleinerer Tastatur aussieht, wird vermutlich abweichen.

Der Apple Pencil hingegen ist ein Eingabegerät ohne Tasten. Ihr vermutet es schon, und ihr habt recht: Es ist ein Stift. Allerdings befinden sich in diesem Stylus eine Vielzahl von Neigungs- und Giersensoren, die im Tandem mit dem iPad Pro einen echten Stift simulieren. Das Ergebnis? Die Haptik und das Geräusch wirken nicht, als würde eine Graphitmine auf Papier treffen. Dafür sieht das, was ihr auf dem iPad Pro seht, genau so aus, als hättet ihr es mit den herkömmlichen Utensilien gezeichnet. Neigung, Druckstärke und feinste Striche lassen sich genauso setzen, wie ihr es beabsichtigt. (Kleiner Spoiler: Eure Zeichenkünste werden dadurch aber nicht besser. Dazu heißt es üben, üben, üben.) Auch für die Navigation lässt sich der Apple Pencil nutzen.

Akkulaufzeit, Thermik und Multitasking

Mit dem Display sind natürlich auch die Anforderungen an die Batterie im Tablet gewachsen. Apple verspricht wie gewohnt zehn Stunden Akkulaufzeit bei gemischter Nutzung. Hier kommt die ProMotion-Technologie zum Einsatz: Wenn ihr viele Comics liest, hält der Akku länger durch. Nutzt ihr allerdings den Stylus öfters, dreht das Display auf 120 Bilder pro Sekunde auf. Stellt ihr dann darüber hinaus auch die Helligkeit nach oben, kann es vorkommen, dass ihr auch unter zehn Stunden Nutzungszeit kommt. Im Schnitt wird diese offizielle Angabe aber immer erreicht und ihr könnt euch auf den Akku verlassen. (Update: 15 Stunden Akkulaufzeit sind ebenso problemlos möglich. Wahnsinn!)

Bezüglich der Wärmeentwicklung kann ich nur Positives berichten. Egal, was ich auf diesem Gerät angestellt habe, das Chassis blieb angenehm kühl. Die altbekannte Spiele-Suite brachte das iPad Pro absolut nicht ins Schwitzen, erst bei grafikintensiver Nutzung wie etwa Essential Skeleton 4 war so etwas wie Wärmeentwicklung ein Thema. Es knarrt nicht, es wird nicht warm – zumindest nicht von innen. Lasst ihr das Gerät allerdings einmal im Auto, das in der Sonne steht, erhitzt sich das iPad Pro genauso wie jedes andere Device auch. Übertreibt ihr es damit, bekommt ihr eine Warnung angezeigt, dass das Tablet erst abkühlen muss, bevor ihr es benutzen könnt.

Das Multitasking oder die Nutzung mehrerer Apps zugleich war schon immer ein Thema für das iPad Pro. In der aktuellen Version von iOS 10 sieht es so aus, dass ihr grundsätzlich eine App benutzt. Durch Wischen vom rechten Rand in Richtung Display könnt ihr eine zweite App öffnen. Entweder in einer Art Overlay-Ansicht, oder im sogenannten Split View-Modus. Der erste Modus ist dafür gedacht, dass ihr schnell etwas macht und gleich wieder zur vorigen App zurückkehrt. Letzterer gibt euch die Möglichkeit, zwei Apps parallel laufen zu lassen. Das funktioniert hervorragend, hat allerdings noch gewisse Einschränkungen.

Vorschau auf iOS 11

Apple hat entgegen der Meinung vieler BeobachterInnen und KritikerInnen zugehört und wird in iOS 11 iPad-Features bringen. Dazu gehört beispielsweise das Dock, das Mac-UserInnen bereits vom Desktop kennen. Dieses Dock kann von der NutzerIn selbst angepasst werden und beinhaltet die selbst hineingezogenen Apps. Aber auch die häufig verwendeten Programme werden im Dock gesammelt, das durch Wischen von unten jederzeit angezeigt werden kann. Durch Antippen (ihr ahnt es) öffnet ihr die Programme sofort, und durch In-den-Bildschirm-Ziehen könnt ihr die Split View-Ansicht aktivieren.

Dieses Herumziehen wird übrigens systemweit verfügbar sein und nennt sich Drag and Drop. Ihr ahnt es: In Bälde können iOS-NutzerInnen Bilder, Text und mehr einfach mit dem Finger verschieben. Durch Antippen dürft ihr auch mehrere Dateien auswählen und verschieben – so wird das Aufräumen des Homescreens wesentlich einfacher! Ein überarbeiteter App-Switcher (oder Taskmanager) ermöglicht es unter iOS 11 ebenso, miteinander verbundene Apps so aufzurufen. Wenn ihr beispielsweise Safari und Notizen nebeneinander geöffnet habt, könnt ihr das Duo mit dem App-Switcher genauso wiederherstellen.

Pro-UserInnen haben jedoch noch mehr Wünsche, und es wird nur die Zeit zeigen, ob Apple darauf hören wird. Eine große Sache ist beispielsweise die Option, mehrere NutzerInnen auf einem Gerät angemeldet zu haben. Mittels Touch ID-Fingerabdruckscan wäre es denkbar, je nach Abdruck ein anderes Benutzerprofil zu laden. Was uns iOS 11 und die darauf folgenden Releases auch immer bringen werden, wir werden es erleben. Ein Video von MacRumors iOS 11 zeigt ein paar der neuen Features:

Fazit zum iPad Pro: Luxuriös und mächtig

Man kann es nicht oft genug sagen: Das iPad Pro ist herausragend. Sowohl was die Speicherkapazität, die Leistung, das Design, den Klang und auch den Preis betrifft, mehr geht zur Zeit nicht. Wenn ihr euch dafür entscheidet, ein iPad Pro zu besorgen, bekommt ihr State-of-the-Art-Technik für das entsprechende Kleingeld. Das Gerät wird kaum warm, performt wie ein ganz Großer und bietet euch Möglichkeiten, die euch so schnell ein herkömmliches Notebook nicht gibt. Die Rückkamera als Scanner zu benutzen und mittels Apple Pencil zu unterschreiben, ist zwar eine simple Idee, aber nur mit dem iPad so intuitiv.

Das Tablet hält lange durch, es hat eine irrsinnig hohe Auswahl an Apps (vielleicht zu viel?) und mit dem Apple Keyboard ist auch das Tippen keine leidige Sache mehr. Spiele, Videos, Comics und Zeichnungen sehen einfach wunderbar darauf aus. Auch Internetsurfen ist dank 120 Hertz-Bildschirm nun noch flüssiger und angenehmer geworden. Nicht nur das, dank True Tone-Display wird auch das simple Lesen angenehmer. Im Direktvergleich mit dem iPad Air ist es richtig sichtbar, mit welchem Blaustich sich man eigentlich abgefunden hat. Bei all dieser Lobhudelei muss man sich dann aber auch fragen: Gibt es einen Negativpunkt beim iPad Pro (2017)?

Der Preis startet für das 12,9-Zoll-Gerät bei 899 Euro. Das High-End-Modell bietet 512 GB Speicherplatz und Platz für eine Nano-SIM-Karte, das Tablet kostet euch dann schon stolze 1379 Euro. Rechnet ihr dann noch einen Apple Pencil (109,-) und ein Apple Keyboard (189,-) hinzu, seid ihr plötzlich auf einem Gesamtpreis von 1677 Euro angekommen. Die Zukunft des Computings, so wie Apple sie sieht, ist bestimmt nicht günstig. KäuferInnen werden jedenfalls lange Zeit viel Freude mit diesem iPad Pro haben, so viel steht fest. Vielleicht wird nicht jeder Profi mit dem Tablet glücklich, aber produktiver wird man auf jeden Fall. Daher solltet ihr dieses Tablet eher als iPad Productive sehen. Sind noch Fragen offen geblieben? Stellt sie in den Kommentaren!