Heute klingelte mein Wecker bereits um 4:45 Uhr – warum? Ganz einfach! Ich musste das Flugzeug um 7:20 Uhr von Wien nach Berlin kriegen, um mir in Deutschlands Hauptstadt das in rund drei Wochen erscheinende Assassin‘s Creed Origins anzuschauen. Ob sich das Aufstehen gelohnt hat, erfahrt ihr in den folgenden Absätzen.

Ganz schön dunkel

Dass nun die Tage immer kürzer und die Nächte länger werden, ist bekannt, doch dass nun selbst um 6:30 Uhr kein wirklicher Unterschied zu 4:45 Uhr zu sehen ist, hat mich heute doch etwas schockiert. Am Flughafen angekommen, geht‘s mit dem Ticket am Sony Xperia XZ Premium gleich direkt zum Security-Check. Auf den Schock mit der Dunkelheit folgte dort gleich der nächste: Gefühlte 1.000 Leute wollten um 6:30 in einen Flieger steigen. Respekt für die FlughafenmitarbeiterInnen, deren gute Laune sich – selbst bei diesem Ansturm – nicht im Sinkflug befindet.

Tegel statt Berlin-Brandenburg

Einen Seitenhieb auf den noch immer nicht fertigen Pannenflughafen, den ich mir eigentlich verkneifen wollte, darf ich mir laut einem Berliner Verkehrslinienmitarbeiter vor dem Flughafen Tegel auf alle Fälle erlauben. Noch besser. Er hat mich sogar dazu ermutigt. Selbst die Berliner nehmen das Thema wohl nur noch mit Humor. Mit dem TXL geht‘s, nachdem ich das Flughafendilemma mit einem Einheimischen besprochen haben, in Richtung Brandenburger Tor. Im „The Gate“ – mit wunderbaren Ausblick auf das Wahrzeichen der Stadt – findet nämlich das Assassin‘s Creed Origins Hands-on-Event statt.

10 Jahre Assassin‘s Creed

Im Keller, der sehr gut in Szene gesetzt wurde – sogar ein Bayek-Cosplayer war vor Ort –, bekamen wir vor dem Anspielen eine kurze Präsentation, die mit dem Feiern des 10-jährigen Assassin‘s Creed-Jubiläums begann. 10 Jahre ist es nun her, dass sich Altair erstmals auf die Suche nach dem Eden-Apfel gemacht und sich mit den Templern angelegt hat. Dazwischen entführte uns das Franchise unter anderem nach Florenz, Konstantinopel, Rom, Paris und London.

Bildungsauftrag … erfüllt!

Nach dem Rückblick in die Vergangenheit des Franchises geht es nun wieder zum neuesten Ableger der Reihe. Associate Narrative Director Matthew Zagurak, der schon seit drei Jahren an Assassin‘s Creed Origins und in der Vergangenheit an weiteren Assassin‘s Creed-Spielen mitgearbeitet hat, erzählt ein wenig über die historische Nachforschung, die die Basis für alle Assassin‘s Creed-Spiele ist.

Die Erkenntnisse werden dieses Mal aber nicht in einem schnöden Untermenü versteckt sein, sondern in Form des Discovery-Mode im Spiel erkundet. Dabei handelt es sich um die selbe Spielwelt, nur dass ihr keine Kämpfe und Quests erledigen müsst. Ihr wählt einen Charakter aus (z.B. Cleopatra, Cäsar oder Bayek) und erforscht in Form einer Open-World-Museumstour alte Ruinen, Tempelstätten und vieles mehr. Dieser Zusatzmodus soll laut letzten Informationen Anfang 2018 für PS4, PC und Xbox One den BesitzerInnen von Assassin‘s Creed Origins zur Verfügung stehen.

Quelle: http://blog.ubi.com

Zweieinhalb Stunden zocken

Rund zweieinhalb Stunden konnte ich mit Bayek Lager der Römer aufmischen, auf meinem Pferd Vögel im Nil-Delta aufscheuchen, mit verschiedenen Waffen zu Werke gehen und Story- als auch Nebenmissionen abschließen. Nebenbei habe ich ein paar neue Waffen gefunden bzw. ausgerüstet, anderes Equipment verbessert und ein paar gewonnene Skillpunkte verteilt. Das war wirklich unterhaltsam und fordernd zugleich, denn die Kämpfe sind nicht mehr so einfach, wie in so manchem Vorgänger. Ein Gameplay-Video werde ich euch in den nächsten Tagen nachliefern, denn Ubisoft Deutschland war so nett und half mir mit einer SSD zum Gameplay-capturen aus. Vielen Dank an dieser Stelle nochmals dafür!

Assassin‘s Creed Origins Hands On Berlin 2017

Wie schon das gamescom 2017 Hands-on überzeugte mich auch diese Anspielsession, die mich in ein anderes Gebiet der extrem weitläufigen Karte entführt hat. Ich konnte auf der Karte auch nicht tausende Collectables, wie beispielsweise in Black Flag entdecken. Ich hoffe auf ein auch in der finalen Fassung zufriedenstellendes Spielerlebnis. Für mich ist aber schon jetzt klar: Die eingelegte Pause tat dem Franchise richtig gut.